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Ausstellung MATERIA. Holz, Lehm, Stroh, Beton.

Die erste große Ausstellung im neuen Museumsgebäude setzt das Haus selbst in Szene. Ausgehend von seiner Architektur erzählt sie anhand der vier Baustoffe Holz, Lehm, Beton und Stroh spannende Kulturgeschichten aus verschiedenen Zeiten und Regionen. Freuen Sie sich auf außergewöhnliche Leihgaben aus aller Welt – darunter weltberühmte Objekte wie die Originalzeichnung der Maison Dom-Ino von Le Corbusier, eine Ikone der Architekturgeschichte.

Die Ausstellung gliedert sich in die vier Hauptkapitel „Holz“, „Lehm“, „Stroh“ und „Beton“. Das allgegenwärtige und überspannende Thema der Nachhaltigkeit durchzieht die gesamte Ausstellung. Es begegnet im Prolog und Epilog unter dem Stichwort „Zeit“. Das Panorama – die Ausstellungsfläche außerhalb des Ausstellungsraums, die bereits von außen einsehbar und eintrittsfrei zu besuchen ist – wendet den Blick von der Materie zum Menschen und stellt diejenigen in den Fokus, durch deren Arbeit das Gebäude entstanden ist.

Zeit

Platzhalter-Bild, zeigt eine Grafik von einem Berg, darüber Himmel und eine Sonne.

Der Begriff „Nachhaltigkeit“ stammt aus der Forstwirtschaft und wurde 1713 von Hans Carl von Carlowitz geprägt. Er beschreibt ein Prinzip, das bis heute gilt: Es darf nur so viel genutzt werden, wie nachwachsen kann. Nachhaltig ist demnach, was die Bedürfnisse der Gegenwart erfüllt, ohne die Möglichkeiten zukünftiger Generationen einzuschränken. Das erfordert ein anderes Zeitverständnis: Statt in Jahren zu denken, geht es um Generationen.

Holz

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Holz gilt als eine wesentliche Antwort der Bauwirtschaft auf die drängendsten Fragen der Klimakrise. Als einer der ältesten Baustoffe der Menschheit hat das Material Holz eine überaus reiche Geschichte in den allermeisten Kulturen der Welt. Das waldreiche Gebiet Westfalens sorgte für eine breite Verwendung von Holz im Bau wie auch im Alltag, bis hin zu Kleidungsstücken wie den Holzschuhen.

Lehm

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Lehm ist einer der ältesten Baustoffe der Menschheit und tief in vielen Kulturen verankert. Zahlreiche Mythen erzählen von seiner besonderen Bedeutung – etwa die biblische Vorstellung, dass der Mensch aus Lehm geschaffen wurde.

Bis heute lebt rund ein Drittel der Weltbevölkerung in Lehmbauten. Auch in Europa hat Lehm eine lange Tradition, die mit der Industrialisierung in den Hintergrund trat. Inzwischen wird das Material neu entdeckt und seine Potenziale wieder stärker wahrgenommen.

Stroh

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Stroh hat eine lange, oft übersehene Kulturgeschichte. Heute meist als Nebenprodukt der Landwirtschaft wahrgenommen, war es über Jahrhunderte ein vielseitig genutztes Material.

Es fand Verwendung nicht nur im ländlichen Raum, sondern auch in Architektur, Design und Kunst – historisch wie in modernen, urbanen Kontexten weltweit.

Beton

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Kaum ein Baustoff polarisiert so stark wie Beton. In der Moderne stand er für Fortschritt und neue architektonische Möglichkeiten: größere Spannweiten, höhere Gebäude und flexible Grundrisse.

Gleichzeitig ist Beton mit problematischen Entwicklungen verbunden – etwa mit versiegelten Landschaften, politischen Grenzen und als ein Hauptverursacher der hohen CO2-Ausstoßes im Bausektor.

Zeit

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Am Ende kehr die Ausstellung zum Thema der Zeit zurück. Alles ist vergänglich, auch die größten Bauten. Wie lange nutzen wir Dinge? Und hat nicht auch die Vergänglichkeit eine eigene Schönheit? Kann diese Schönheit uns darin unterstützen, das materielle Erbe länger zu pflegen?

Panorama: Die Menschen hinter dem Bau

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Das neue Museumsgebäude ist das Ergebnis der Arbeit vieler Erbauer:innen. Ihr Wissen und ihr handwerkliches Können haben den Neubau möglich gemacht. Daher steht im Panorama der Mensch im Mittelpunkt.

Fotografien von Sybille Fendt sowie filmische Arbeiten von Torsten Näser und Oliver Becker geben Einblicke in den Arbeitsalltag und den Umgang mit den Materialien.